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About Radmila Schweitzer

Secretary General of the Wittgenstein Initiative

Ausstellung DIE TRACTATUS ODYSSEE

16. Oktober – 30. November 2018
Grillparzerhaus, Johannesgasse 6, 1010 Wien

100 Jahre Tractatus Logico-Philosophicus

IN KOOPERATION MIT
Österreichisches Staatsarchiv
Universität Bergen
Forschungsinstitut Brenner Archiv
Trinity College Cambridge
Bodleian Libraries, University of Oxford
Ludwig-Maximilians-Universität München
University of Iowa
Wittgenstein Stiftung Skjolden
Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Wien 3

Im August 1918, während seines letzten Fronturlaubs, diktierte Ludwig Wittgenstein die endgültige Fassung seiner Logisch-Philosophischen Abhandlung, ein Werk, das später unter dem Titel Tractatus Logico-Philosophicus Weltruhm erlangte. Wittgenstein arbeitete an diesem epochalen Werk seit seinem selbst auferlegten Exil in Norwegen 1913 während seiner gesamte Zeit als Soldat im Ersten Weltkrieg.

„Alles das, was viele heute schwefeln, habe ich in meinem Buch festgelegt, indem ich darüber schweige.“

Der Tractatus Logico-Philosophicus zählt zu den bahnbrechenden Werken der Philosophiegeschichte und ist in seine Einzigartigkeit noch heute eine Herausforderung für uns. Wittgensteins Intention war zugleich eine streng philosophische und literarische. Wie in der Dichtung, lässt sich das, was der Philosoph eigentlich sagen will, nicht sagen – es muss gezeigt werden.

Die von Wittgenstein entwickelte komplexe Theorie der Sprache hatte einen enormen Einfluss nicht nur auf die Philosophie, sondern auch auf Literatur, Musik, Film, Malerei, Architektur, Anthropologie und Ökonomie.

„Wie kann ich Logiker sein, wenn ich noch nicht Mensch bin! Vor allem muß ich mit mir selbst in‘s Reine kommen!“

                       

Ludwig Wittgensteins persönliche und philosophische Reise von 1912-1924 wird durch Multimedia, Fotos und Briefe beleuchtet, vor der Kulisse einer der dramatischsten Epochen der europäischen Geschichte.

MULTIMEDIA
Wittgenstein Source: exklusive Präsentation des Wittgenstein Nachlasses in Faksimile. Ein Open Access Projekt der Universität Bergen.
OdysseeReader: eine speziell entwickelte Suchmaschine zum Wittgenstein Nachlass. Ein Open Access Projekt der Ludwig-Maximilians-Universität-München.
Tractatus Map: Karten in U-Bahn Stil des Hypertext-Nummerierungssystems, das Wittgenstein im Tractatus verwendet. Ein Online Tool der University of Iowa.

EHRENKOMITEE
HE Kjersti E. Andersen, Botschafter des Königreichs Norwegen
HE Bente Angell-Hansen, Präsident von EFTA
Allan Janik, Universität Innsbruck
Monica Nagler-Wittgenstein, PEN Club Sweden
Eva Nowotny, Botschafterin i.R., Vorsitzende des Universitätsrats der Universität Wien
Marjorie Perloff, Stanford University, American Academy of Arts and Sciences
Friedrich Stadler, Institut Wiener Kreis, Österreichische Ludwig Wittgenstein Gesellschaft
HE Peter Stoyanov, ehemaliger Präsident der Republik Bulgarien
Christian Witt-Dörring, Neue Galerie New York

WISSENSCHAFTLICHE KURATOREN
Rune Falch, Wittgenstein Stiftung Skjolden
Urzula Idziak, Jagiellonien-Universität Krakau
Christoph Limbeck-Lilienau, Universität Wien
Ray Monk, Universität Southampton
Alois Pichler, Universität Bergen
Martin Pilch, Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftstandort
Alfred Schmidt, Österreichische Nationalbibliothek
Jonathan Smith, Trinity College Cambridge
David Stern, University of Iowa
Ulrike Tanzer, Forschungsinstitut Brenner Archiv

KONZEPT UND KOORDINATION: Radmila Schweitzer
KÜNSTLERISCHES KONZEPT UND GRAFIK: Bea Laufersweiler
SPECIAL CONSULTANCY: Valentina Kraleva-Vassileva

KONTAKT UND INFORMATION
office@wittgenstein-initiative.com

Images from Wittgenstein’s Nachlass are reproduced here by permission of The Master and Fellows of Trinity College, Cambridge, The Bodleian Libraries, University of Oxford, Oxford, and the University of Bergen, Bergen. The sale, further reproduction or use of this image for commercial purposes without prior permission from the copyright holder is prohibited. © 2018 The Master and Fellows of Trinity College, Cambridge; The Bodleian Libraries, University of Oxford; The University of Bergen, Bergen; Wittgenstein Initiative, Vienna.

         

                                                    

Call for Papers – Wittgenstein: Beyond the Inner–Outer Picture, Seville 12-14 December 2018

In spite of Wittgenstein’s well known critique of its application to the problems of other minds and self-knowledge, the philosophical picture of the relation between the inner and the outer continues to exercise philosophers from the analytic and non-analytic European traditions.The conference Wittgenstein: Beyond the Inner–Outer Picture, to be held at the Faculty of Philosophy of the University of Seville, on 12-14 December 2018, will bring together prestigious academics and early career researchers working on the impact of Wittgenstein’s later philosophy of psychology on areas including epistemology, aesthetics, ethics and cultural studies. The conference aims to find ways of overcoming the picture of the inner and the outer in contemporary philosophical debates, such as those on intercultural understanding, the meaning of a work of art, the legitimacy of testimony as a source of knowledge, and feminism.

Invited speakers:
Josep Corbí (Universitat de València)
Alfonso García Suárez (Universidad de Oviedo)
Modesto Gómez Alonso (University of Edinburgh)
Michel ter Hark (Vrije Universiteit Amsterdam)

António Marques (Universidade Nova de Lisboa)
Elise Marrou (Université Paris-Sorbonne, Paris IV)
Sofia Miguens (Universidade do Porto)
David Pérez Chico (Universidad de Zaragoza)
Manuel de Pinedo (Universidad de Granada)
Neftalí Villanueva (Universidad de Granada)

Organizing committee: Carla Carmona (University of Seville), Jesús Navarro (University of Seville), Chon Tejedor (University of Valencia).

Scientific committee: Ángeles Jiménez Perona (Complutense University of Madrid), Óscar González Castán (Complutense University of Madrid), Nicolás Sánchez Durá (University of Valencia), Manuel Heras (University of the Basque Country).

Financed by:
VI Plan Propio de Investigación y Transferencia de la Universidad de Sevilla; Department of Metaphysics, Contemporary Philosophy, Ethics and Political Philosophy of the University of Seville; the researchs projects “Self-Knowledge, Moral Responsibility, and Authenticity” (FFI2016-75323-P)and “The Constitution of the Subject in Social Interaction” (FFI2015-67569-C2-1-P) funded by the Ministerio de Economía y Competitividad. In cooperation with the Wittgenstein Initiative.

CALL FOR PAPERS

Please send your final text (max 4000 words) or a comprehensive summary (2000 words) plus a 100-word abstract by 15 September 2018 to: carlacarmonaescalera@gmail.com. Papers will be accepted in English, Spanish or Portuguese. If you submit in Spanish or Portuguese, please include a 300-word abstract in English. All submissions to be formatted for blind review, including contact details on a separate page. Communication of acceptance: October 1st, 2018.

Ludwig Wittgenstein und Friedrich A. von Hayek: das halb vergessene intellektuelle Leben der Zwischenkriegszeit

PODIUMSGESPRÄCH
in deutscher und englischer Sprache

in Kooperation mit dem Friedrich A. von Hayek Institut

Dienstag, 19. Juni 2018, 19:00 Uhr
Capital Bank-GRAWE Gruppe AG
Palais Esterházy, Wallnerstraße 4, 1010 Wien

"Wittgenstein und Hayek haben mich im positiven Sinne meine ganze bisherige diplomatische Karriere hindurch begleitet. Oft ging es nur um die Neugier anderer, die wissen wollten, warum die wirklich großen Ideen des 20. Jahrhunderts gerade von Österreichern erfunden wurden. Anders war dies am Ende der realsozialistischen Welt in Europa, als politisch ganz direkt nach Wegen zur Freiheit gesucht wurde. Ich lebte damals nach 1989 in Krakau und die jungen Philosophen fragten nach Wittgenstein und die jungen Politiker riefen nach Hayek." 
Botschafter Dr. Emil Brix, Direktor der Diplomatischen Akademie

Einleitung: Prof. Raoul Kneucker und Prof. Allan Janik

Moderation: Dr. Barbara Kolm (Friedrich A. von Hayek Institut)
Prof. Marjorie Perloff (Stanford University, University of Southern California, American Academy of Arts and Sciences)
Prof. Lothar Höbelt (Universität Wien)
Prof. Allan Janik (Universität Innsbruck, Brenner Archiv)
Dr. Richard Zundritsch (Friedrich A. von Hayek Institut)

Publikumsdiskussion

Österreicher, die in der Welt Anerkennung fanden, sind zu Hause oft unterschätzt oder falsch interpretiert worden. Das trifft auch auf Friedrich von Hayek und Ludwig Wittgenstein zu. Hayek war auch der erste, der eine Biographie Wittgensteins verfassen wollte, gleich nach seinem Tod.

Um dem entgegenzuwirken und um einem breiteren Publikum Zugang zum Denken dieser beiden großen Österreicher zu ermöglichen, findet diese Veranstaltung in Kooperation von Hayek Institut und der Wittgenstein Initiative statt.

Ludwig Wittgensteins Briefe an seine Geschwister

NEUE EDITION

Die 2. Ausgabe der schon längst vergriffenen Briefe zwischen Ludwig Wittgenstein und seinen Geschwistern mit:

teils nie zuvor veröffentlichte Briefe und Fotografien

exklusive Auszüge aus der “Nonsens-Sammlung” Ludwig Wittgensteins

mit einem neuen Vorwort von Brian McGuinness

erscheint im September 2018

Mit ihrer ganz eigenen Qualität offenbaren Wittgensteins Familienbriefe eine Seite Ludwig Wittgensteins, die kaum bekannt ist. Die Vertrautheit und Intimität der Briefe bieten neue Einblicke in die Entwicklung seiner Beziehungen und Ideen während vierzig Jahren.

In seiner gewohnt offenen und manchmal brutal ehrlichen Art erklärt er seine Entscheidung, ein Leben in absoluter Übereinstimmung mit dem zu führen, was er für richtig hält. In der Korrespondenz mit seinen Geschwistern erfahren wir über Ludwigs Weigerung, in seiner Zeit als Schullehrer als “Wittgenstein” bekannt zu sein, und seine Beharrlichkeit, Weihnachten nicht mit der Familie, sondern mit Freunden zu feiern. Für jeden seiner Geschwister hat er einen eigenen Ton und so entstehen spezifische Portraits der Geschwister. Der offene und einfache Ton zu Hermine, eine Mutterfigur zu Ludwig; der praktische und manchmal scherzhafte Ton zu Paul; und, am auffallendsten, den zärtlichen und witzigen Ton zu Helene Salzer, die Schwester, mit der Ludwig am engsten verbunden war und mit der er in Kontakt bis zu seinem Tod blieb. Die intellektuellste und originellste seiner Schwestern, Margaret, wird vor allem durch ihre Briefe an Ludwig gesehen, da fast keine Briefe von ihm an sie überlebt haben.

Die zweite, erweiterte, Edition inkludiert mehrere noch nie veröffentlichte Briefe zwischen Ludwig und Paul Wittgenstein, die Licht auch auf den intellektuellen Diskurs zwischen den Brüdern werfen.

Diese persönlichen Briefe beleuchten nicht nur den Philosophen Wittgenstein, sie bringen uns dem Menschen Ludwig Wittgenstein näher.


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UNESCO Certificate and Nomination Form

Extract from the Nomination Form International Memory of the World Register

Philosophical Nachlass of Ludwig Wittgenstein
(Austria, Canada, Netherlands, UK)

The subject of this joint nomination is the complete philosophical Nachlass of Austrian-British philosopher Ludwig Wittgenstein.

Ludwig Wittgenstein (1889-1951) is today widely recognized as one of the most important philosophers of the 20th century. His philosophy was the essential impulse to what was later called the “linguistic turn” in modern philosophy, but even beyond philosophy had a deep impact to many branches of the humanities and even in the arts.

His famous Tractatus Logico-Philosophicus (written 1918, published1921), the only philosophical book he published during his lifetime, is one of the most influential philosophical books ever written. After a break of ten years – teaching as a primary school teacher and working as architect – Wittgenstein continued his philosophical work at the University of Cambridge and developed a new philosophy of ordinary language, which became one of the leading philosophical movements especially in the Anglo-American world. Wittgenstein was unable to realize his intention to publish his new ideas before his death in 1951. In 1953 his literary executors published the Philosophische Untersuchungen / Philosophical Investigations posthumously, which is seen as the magnum opus of his later philosophy and has become one of the most important books in the history of modern philosophy.

Wittgenstein’s philosophical development from 1914 to the Tractatus and his continuous philosophical work from 1929 till the end of his life is documented in detail in his philosophical Nachlass. It was listed in a systematic and complete form in 1969 by Georg Henrik von Wright, his student and successor in his chair in Cambridge (“The Wittgenstein Papers” in: Philosophical Review Vol 78,4.1969, p 483-503). Von Wrights Nachlass index contains 83 manuscripts, 45 typescripts an 11 dictations, all together about 20.000 pages.

Based on von Wright’s list Wittgenstein’s Nachlass is nominated in its entirety (not including his letters).

In 2000 an electronic edition was published by the Wittgenstein Archives at Bergen (No): Wittgenstein’s Nachlass. The Bergen Electronic Edition. Oxford University Press, University of Bergen, The Wittgenstein Trustees on 6 CDs.

The original items of the Wittgenstein Nachlass are kept in the following five institutions, who apply for this joint nomination:
a) Trinity College, Cambridge (UK)
b) Austrian National Library, Vienna (AUT)
c) Bodleian Library, Oxford (UK)
d) Noord Hollands Archief, Haarlem (NL)
e) Bertrand Russell Archives, McMaster University Library, Hamilton (Canada)

Identity and description of the documentary heritage

History/provenance

a) Items of Wren Library, Trinity College Cambridge (UK)
In 1969 the Wittgenstein Trustees, the three literary executors named by Wittgenstein in his last will, had handed over all of Wittgenstein’s original manuscripts remaining England to Trinity College, Cambridge. Others from the Austrian part of the Nachlass were added as a gift from members of the Wittgenstein family. Since then, as more materials have been discovered, further donations have been made, both by the literary executors and by relatives of Wittgenstein’s friends and pupils.

b) Items of Austrian National Library, Vienna (AUT)
When Wittgenstein died in England in 1951 not all of his manuscripts were in Cambridge; some had stayed in Austria with his siblings. This “Austrian estate”– as von Wright called it – was finally divided into two parts. One part was entrusted by members of the Wittgenstein family at the request of the Trustees to Trinity College (Mss 101, 102, 103, 108, 109, 110, 111), the other part was finally sold in 1979 by Thomas Stonborough (son of Wittgenstein’s sister Margret Stonborough) to the Austrian National Library. That was made up of the abovementioned Mss 105, 106, 107, 112, 113, and TS 203. Additionally the ANL could by four important items from the estate of Wittgenstein’s close friend Rudolf Koder in 2004 (Ms 139b, Ms 142, Ms 183, TS 204) and from the Wittgenstein student Theo Redpath (Dic 310), and from the heirs of Margret Stonborough (Dic 309).

c) Items of Bodleian Library, Oxford (UK)
The Bodleian’s typescript, with annotations, of Logisch-philosophische Abhandlung (MS. German d. 6), was given by Wittgenstein to Paul Engelmann, whose executors donated it to the Bodleian in 1967. The Bodleian’s manuscript in pencil of Logisch-philosophische Abhandlung (“Prototractatus”)c. 1918 (MS. German d.7) was purchased in 1969 with the aid of a grant from the Pilgrim Trust.

d) Items of Noord Hollands Archief in Haarlem (NL)
The items are owned by Mr G.M.H. van de Velde and Mrs E.B.B. van der Wolk, given to the Noord Hollands Archief for custody. They are the grand children of Moritz Schlick, who was the owner of the originals.

e) Item of the Bertrand Russell Archives, McMaster University Library, Hamilton (Canada)
The documents were created by Russell in 1913. They were translations into English of a manuscript of Wittgenstein’s that no longer exists (Wittgenstein had shown the manuscript to Russell). Russell first created a manuscript version that was later typed in both full length and summary versions, and Wittgenstein supplied annotations by hand. McMaster University acquired the Bertrand Russell archives from Bertrand Russell in 1968. The items relating to Wittgenstein formed part of that acquisition.

Assessment against the selection criteria

Authenticity
The authenticity and completeness of the Nachlass is guaranteed by the individual history and provenance for each of the collection of the five owners, and by the Nachlass description list of G.H. von Wright, as quoted in his publication in no. (1.0).

World significance
Ludwig Wittgenstein (1889-1951) today is widely recognized as one of the most important and influential philosophers of the 20th century. His Tractatus Logico-Philosophicus (written 1918, published1921), the only philosophical book he publish during his lifetime had an enormous influence on the modern philosophy of language. In 1929, after a break of ten years working as a teacher and as an architect, Wittgenstein continued his philosophical work teaching at the University of Cambridge and developed a new philosophy of ordinary language, which became one of the leading philosophical movements especially in the Anglo-American world. Wittgenstein changed our view of language, meaning and the aim and method of philosophy profoundly. The main elements of his new view of language are the concepts of “language games” based in “forms of life” and “family resemblances” replacing Platonic essences and his concept of meaning, based in the use of words. Wittgenstein could not realize his intention to publish his new ideas till his death in 1951. In 1953 the Wittgenstein Trustees (literary executors) published the Philosophische Untersuchungen / Philosophical Investigations, which can be recognized as the opus magnum of his later philosophy, and is till today one of the most influential books in the history of modern philosophy.

Wittgenstein’s reputation as arguably the greatest Western philosopher of the twentieth century was secured by the publications by his literary executors. These, however, were quite selective and since access to his papers became more widely available the debate over Wittgenstein’s philosophy has received new impetus as new material has made its way into the public domain and more nuanced readings of published texts are now possible. As a record of the process of composition, the Nachlass is vital in bringing us to a greater understanding of this process and through this in interpreting the development of Wittgenstein’s philosophy over several decades. Indeed, the Nachlass stands as an exemplar to academics approaching other archives in the academic field of the potential intellectual profits from a philological approach to such material. The whole Nachlass was listed in a systematic form in 1969 by Georg Henrik von Wright, his student and follower on his chair in Cambridge (“The Wittgenstein Papers”, Philosophical Review, Vol 78.1969,4, p 483-503.). Von Wrights Nachlass index contains 83 manuscripts, 45 typescripts an 11 dictations, all together about 20.000 pages.

While the early Wittgenstein is closely associated with Logical Positivism and the later Wittgenstein with the Philosophy of Language, Phenomenology and the Foundations of Mathematics, his work has been applied in many other areas such as the philosophy of science, art and aesthetics, psychology and cognition, information and the information society, folklore and belief. He thus appears not as a philosopher with narrow interests but one who speaks to academics in many disciplines.
Wittgenstein was essentially a product of early twentieth-century Vienna and later of Cambridge and it is unsurprising that his work first took root in Europe and the English-speaking world. However, there are emerging schools of Wittgenstein’s thought in South America, where Portuguese and Spanish translations of his work are available. However, in addition to translations into many European languages, the fact that editions his work have in the last two decades become available in Chinese, Korean, Japanese and Turkish indicate an ever-increasing and truly international interest in his philosophy.

Comparative criteria
1 Time
IWittgenstein’s philosophy was the essential impulse to what was later called the “linguistic turn” in modern philosophy, but even beyond philosophy had a deep impact to many branches of the humanities and even in the arts. His early philosophy of the Tractatus had a great impact in a normative theory of language, the theory of formal logic (in the tradition of Bertrand Russel and Gottlob Frege), whereas his later philosophy can be recognized as the origin of the so call “ordinary language philosophy “, which became one of the dominant movements of the philosophy in the second half of the 20th century.
2 Place
Ludwig Wittgenstein was recognized as a prominent thinker of the Fin de siècle culture of Vienna (see: Alan Janik & Stephen Toulmi: Wittgenstein’s Vienna, New York 1973).Wittgenstein was born in Vienna in one of the most wealthy families of the Austrian-Hungarian Empire. The house of his father Karl Wittgenstein, the dominating figure of the Austrian steel industry, was at the same time one of the leading private cultural centres of Viennese culture at that time, especially interested in music. Wittgenstein was also working as an architect; together with Paul Engelmann, a scholar of Adolf Loos, he built a city house for his sister Margret Stonborough in the 3rd district of Vienna in 1926-28, which belongs to the most interesting buildings of early modernism in Vienna.
With longer breaks in Norway (Skolden) and Irland Wittgenstein spent the second half of his life, from 1929 to his death in Cambridge. He became a dominating, charismatic figure in the academic life of Cambridge and followed George Edward Moore on his chair of philosophy in 1939.
4 Subject and theme
Wittgenstein’s philosophy of ordinary language changed profoundly our view of language and meaning, of mental acts and consciousness and also the task and method of philosophy in general. It had a strong impact on modern formal logic and the philosophy of mathematics as well.
5 Form and style
Wittgenstein writing style in his Tractatus is highly original and had a big impact also on modern poetry. His later texts are written in the form of short remarks, following in n natural order and try to show the readers “sketches of mental landscape”. This style of his later manuscripts from 1929 is based on ordinary language , vivid and full of impressive similes and metaphors. It is appreciated as belonging to the best German prose ever written. According to one of his own remarks, philosophy actually can only be done as poetry.
6 Social/ spiritual/ comunity significance:
From 1927- 1936 Wittgenstein was in close contact with members of the “Wiener Kreis” (mainly Moritz Schlick and Friedrich Waismann), and had an strong influence on the development of Logical Empiricism.

Since his times as a student in Cambridge (1911-14) he was a close friend and in a regular intellectual exchange with Bertrand Russell and George E. Moore.

Contextual information
Rarity
All manuscripts are unique, the Wren Library owns some copies of typescripts, the so called Blue Book (DIC 209) and Brown Book (DIC210) were produced in an limited number of identical copies for his students.
Integrity
The philosophical Nachlass of Ludwig Wittgenstein nominated here does not include his letters. It is complete according to von Wright’s Nachlass list with the exception of three items: 201b, 234, and 301, which must be acknowledged as missing.

UNESCO Memory of the World Register: Nachlass Ludwig Wittgenstein

Philosophical Nachlass of Ludwig Wittgenstein

Documentary heritage submitted by Austria, Canada, Netherlands and the United Kingdom and recommended for inclusion in the Memory of the World Register in 2017.

© Mr G.M.H. van de Velde and Mrs E.B.B. van der Wolk–van de Velde ,Bertrand Russell Archives, McMaster University Library, Bodleian Library University of Oxford, Austrian National Library,Trinity College Library, Cambridge. Philosophical Nachlass of Ludwig Wittgenstein

The subject of this joint nomination is the complete philosophical Nachlass of Austrian-British philosopher Ludwig Wittgenstein (1889-1951). His philosophical development from 1914 to the Tractatus and his continuous philosophical work from 1929 till the end of his life is documented in detail in his philosophical Nachlass. It was listed in a systematic and complete form in 1969 by Georg Henrik von Wright, his student and successor in his chair in Cambridge (“The Wittgenstein Papers” in: Philosophical Review Vol 78,4.1969, p 483-503). Von Wrights Nachlass index contains 83 manuscripts, 45 typescripts an 11 dictations, all together about 20.000 pages. Based on von Wright’s list Wittgenstein’s Nachlass is nominated in its entirety (not including his letters). In 2000 an electronic edition was published by the Wittgenstein Archives at Bergen (No): Wittgenstein’s Nachlass. The Bergen Electronic Edition. Oxford University Press, University of Bergen, The Wittgenstein Trustees on 6 CDs.

 

Ludwig Wittgenstein: Von der Fliege im Fliegenglas

Der Philosoph ist ein Fixpunkt, wenn Wien 2018 die Moderne groß feiert.

Kurier, 17. Juli 2017, Werner Rosenberger

Spurensuche im hohen Norden nach dem vielleicht bedeutendsten österreichischen Denker des 20. Jahrhunderts. Einem Mann von besonderem Ruf, über dessen Ankunft in Cambridge John Maynard Keynes Anfang 1929 sagte: “Gott ist angekommen. Ich traf ihn im Fünf-Uhr-Fünfzehn-Zug.”

Exzentrisch

Ludwig Wittgenstein (1889– 1951), Millionenerbe eines schwerreichen Stahlindustriellen, ein Grübler und Zweifler, ein Sonderling, der mit Schafen und Kühen sprach, kein verrücktes Genie, aber ein hypersensibler, innerlich zerrissener und zeitweise depressiver Mensch.

“Der Fliege den Ausweg aus dem Fliegenglas zu zeigen” sei das Ziel seiner Philosophie, so Wittgenstein. Sein Credo war: “Die Grenzen meiner Sprache bedeuten die Grenzen meiner Welt.” Wittgenstein… Foto: KURIER/Werner Rosenberger

Österreich in Norwegen

Norwegen war für ihn das Land der Ruhe und der Zuflucht. Die erste Urlaubsreise 1913 brachte ihn auf die Idee, dort für einige Zeit zu bleiben, um an seinen philosophischen Theorien zu arbeiten und dem für ihn belastenden Universitätsalltag zu entfliehen.

Und dass Österreich im Südwesten Norwegens am Ende des mehr als 200 Kilometer langen Sognefjord liegt, kam so: Dort hatte sich der Philosoph mit dem übergroßen Bedürfnis nach Einsamkeit rund 30 Meter über dem See Eidsvatnet gegenüber von Skjolden, einem 300-Seelen-Dorf, nach eigenen Plänen ein Holzhaus bauen lassen.

Die Ortsbewohner nannten das Refugium Østerrike: “Österreich”. Er genoss den “stillen Ernst” der norwegischen Fjordlandschaft und arbeitete dort, fernab des Universitätsbetriebs, außer an den “Philosophischen Untersuchungen” vor allem an seiner Logisch-Philosophischen Abhandlung: Das Werk, 1921 erschienen, erlangte unter dem Titel “Tractatus logico-philosophicus” Weltruhm und beeinflusste zahlreiche Werke der Literatur, Musik, Malerei, Architektur und des Films.

In Skjolden, 2500 km von Wien, 350 km von Oslo und 250 km von Bergen entfernt, wo es übrigens an der Universität eine Wittgenstein-Forschungsstelle gibt, lebte er als Einsied- ler asketisch und spartanisch. Nur einmal in der Woche ruderte er mit dem Boot von seinem Haus über den See ins Dorf zum Einkaufen. Im Winter ging er in Schneeschuhen über den gefrorenen See.

“Als ich übrigens in Norwegen war, im Jahre 1913-14, hatte ich eigene Gedanken, so scheint es mir jetzt wenigstens”, schrieb der oft von Selbstzweifeln geplagte Wittgenstein. “Ich meine, es kommt mir so vor, als hätte ich damals in mir neue Denkbewegungen geboren (aber vielleicht irre ich mich). Während ich jetzt nur mehr alte anzuwenden scheine.”

Er lieferte bedeutende Beiträge zur Philosophie der Logik, der Sprache und des Bewusstseins. Und prägte den viel zitierten Satz: “Was sich überhaupt sagen lässt, lässt sich klar sagen; und wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen.” Die vordringlichste Aufgabe der Philosophie müsse es sein, unsere Sprache und ihre Funktionsweise zu verstehen. Denn so verstehen wir zugleich, was über die Welt überhaupt zu verstehen ist.

Wittgensteins große Bedeutung vor allem außerhalb der akademischen Zirkel auf Kunst und Kultur werde noch immer unterschätzt, heißt es in Fachkreisen.

Und Wittgenstein selbst fand: “Die Arbeit an der Philosophie ist – wie vielfach die Arbeit in der Architektur – eigentlich mehr die/eine Arbeit an Einem selbst. An der eigenen Auffassung. Daran, wie man die Dinge sieht (Und was man von ihnen verlangt).”

Sigmund Freud hat schon ein Museum und Arnold Schönberg ein Center in Wien. “Wie sie soll hier in Zukunft auch Wittgenstein sichtbar, greifbar und präsent sein”, wünscht sich Radmila Schweitzer von der Wittgenstein Initiative.

Tractatus-Odyssee

“Ein erster Schritt dazu wäre – mit Zugang zu allen Quellen weltweit – eine permanente Ausstellung, die eventuell auch nach Norwegen und England exportiert werden könnte. Möglichst mit Unterstützung von der Stadt Wien und dem Bund.”

2018 feiert Wien die Moderne unter dem Motto “Schönheit und Abgrund”. Denn 100 Jahre zuvor starben mit Gustav Klimt, Egon Schiele, Otto Wagner und Koloman Moser vier Protagonisten der Wiener Moderne.

Aber neben anderen Persönlichkeiten wird auch Wittgenstein im Mittelpunkt einer Ausstellung stehen: “Die Tractatus-Odyssee” (15.10. bis 30. 11. 2018) im Grillparzerhaus (Österreichisches Staatsarchiv) wird das Leben des Philosophen mit Fotos, Dokumenten und Multimedia die Entstehung des Tractatus sowie dessen Wirkung auf die Kulturgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts nachzeichnen.

Links: www.wittgenstein-initiative.com www.wittgenstein-foundation.com https://www.wien.info/de/sightseeing/wien-2018/wien-2018-ausstellungen 

Interview

Die seltsame Reise des Wittgenstein-Häuschens

“Die Logik ist ein Hund”. Für den Philosophen lag Österreich an einem norwegischen Fjord.

Wo geht’s hier zum Genie? Ein hölzerner Wegweiser mit der Aufschrift “Wittgenstein” schickt uns in den Wald und dann einen steilen Abhang hinauf. Und oben weht ein rot-weiß-roter Wimpel.”Immer wenn Wittgenstein hier in seinem Häuschen mit dem fantastischen Blick in die Natur, Berge, Wälder und Wasserfälle, aber in totaler Abgeschiedenheit arbeitete”, erzählt der Lokalhistoriker Harald Vatne in Skjolden, “dann sagten die Dorfbewohner: Der Philosoph ist in Österreich.’”

“Unglaublich”, sagt Kjetil Trædal Thorsen, Mitbegründer des weltweit aktiven Architekturbüros Snøhetta, “er hat sich eine Stelle ausgesucht, wo es neben der Vertikale der Berge zwei Horizonte gibt, die Oberflächen des Sees, aber auch des Fjords.”

Wittgenstein… Foto: KURIER/Werner Rosenberger Harald Vatne – für Wiederaufbau vom Haus in Østerrike am Fjord

1950 war Wittgensteins letzter Besuch in Skjolden am Ende des malerischen Lustrafjords. Eigentlich hatte er vor, sich längere Zeit in Norwegen niederzulassen, aber bereits ein Jahr später starb er. Sein etwa acht mal acht Meter großes Holzhäuschen in Østerrike am Fjord hatte er einem Einheimischen geschenkt. Der holte es ein paar Jahre später vom Hang, wo heute nur noch das Steinfundament übrig ist, und ließ es am Ortsrand wieder aufstellen. Wo es bis heute steht.

“Der Originalzustand ist zu 90 Prozent erhalten”, sagt Vatne. Ohne Balkon, aber dafür mit Eternitverkleidung steht das Haus jetzt da. Sogar die Originalfenster sind noch in einem Schuppen gelagert.

Wo einer einmal die Gesetze der Logik lösen wollte, gehorchen Vatnes Pläne einer durchaus eigenen Logik. Mit Lokalpolitikern und Philosophen der Uni Bergen, unterstützt von Schriftstellern wie Jon Fosse und Jostein Gaarder, soll das Häuschen bereits 2018 wieder dort errichtet werden, wo es einst stand. Auf dass dann die Welt dorthin komme, wohin Wittgenstein dem eitlen Getriebe der Welt entfloh.

zum KURIER ARTIKEL

Buchpräsentation Marjorie Perloff EDGE OF IRONY

Dienstag, 26. September 2017, 19 Uhr
Grillparzerhaus (Literaturmuseum), Johannesgasse 6, 1010 Wien

Modernism in the Shadow of the Habsburg Empire

Karl Kraus, Ludwig Wittgenstein, Joseph Roth, Robert Musil, Elias Canetti, Paul Celan

Marjorie Perloff in Gespräch mit Christoph Limbeck-Lilienau (Universität Wien)
Um Anmeldung unten wird gebeten.
Eintritt: freiwilliger Unkostenbeitrag.

Among the brilliant writers and thinkers who emerged from the multicultural and multilingual world of the Austro-Hungarian Empire were Joseph Roth, Robert Musil, and Ludwig Wittgenstein. For them, the trauma of World War I included the sudden loss of the geographical entity into which they had been born: in 1918, the empire was dissolved overnight, leaving Austria a small, fragile republic that would last only twenty years before being annexed by Hitler’s Third Reich. In this major reconsideration of European modernism, Marjorie Perloff identifies and explores the aesthetic world that emerged from the rubble of Vienna and other former Habsburg territories—an “Austro-Modernism” that produced a major body of drama, fiction, poetry, and autobiography.

Perloff explores works ranging from Karl Kraus’s drama The Last Days of Mankind and Elias Canetti’s memoir The Tongue Set Free to Ludwig Wittgenstein’s notebooks and Paul Celan’s lyric poetry. Throughout, she shows that Austro-Modernist literature is characterized less by the formal and technical inventions of a modernism familiar to us in the work of  Joyce and Pound, Dada and Futurism, than by a radical irony beneath a seemingly conventional surface, an acute sense of exile, and a sensibility more erotic and quixotic than that of its German contemporaries. Skeptical and disillusioned, Austro-Modernism prefers to ask questions rather than formulate answers.

Prof. Dr. Marjorie Perloff, born in Vienna as Gabriele Mintz, is Professor Emerita of English at Stanford University and at the University of Southern California, Elected Fellow of the American Academy of Arts and Sciences and the American Philosophical Society. She is author of, a.o. Wittgenstein’s Ladder and The Vienna Paradox.

Wittgenstein in Norway’s Østerrike

Der Standard, 2. Juni 2017

Østerrike über dem Fjord: In einem Kaff in Norwegen schrieb der große Philosoph einige seiner wichtigsten Texte Österreich heißt auf Norwegisch Østerrike. Für die Bewohner eines kleinen, eher abgelegenen Dorfs in Norwegen ist damit freilich nicht nur ein kleines Land in Mitteleuropa gemeint, sondern ein ganz besonderer Ort in ihrer unmittelbaren Nähe. Um dorthin zu gelangen, ist freilich eine längere Reise vonnöten, die man am besten in der Stadt Bergen an der Südwestküste Norwegens beginnt. –

Weiterlesen:

 

Wittgenstein in Norwegen: Welcher Weg führt zum Genie?

Wer auf Wittgensteins Spuren wandert, kann nicht nur Logik lernen: In der Welt des Philosophen lag Österreich an einem Fjord.
Clemens Panagl, Salzburger Nachrichten, 22.5.2017

SKJOLDEN. Der Weg zur Erkenntnis ist steinig. Und er ist stellenweise ziemlich schmal. „Aber allzu leicht sollten es sich die Besucher ja auch gar nicht machen“, erläutert Harald Vatne. Der Lokalhistoriker führt eine Besuchergruppe durch ein Waldstück nahe dem Örtchen Skjolden. Mitten in Norwegen, am Endpunkt des längsten Fjordes von Europa, liegt die Gemeinde. Hinter den Häusern von Skjolden ruht ein kleiner See, begrenzt von steil abfallendem Wald. Und mitten im Wald weht eine österreichische Fahne.

ZUM ARTIKEL

Ludwig Wittgenstein und Adolf Loos: Formen der Wiener Moderne AUSVERKAUFT/SOLD OUT

Freitag, 12. Mai 2017, 18:30 Uhr
BKI “Haus Wittgenstein”, Galerie-Parterre Saal
Parkgasse 18, 1030 Wien

Podiumsgespräch mit anschließender Diskussion
Eintritt frei, um Anmeldung unten wird gebeten.

Form, Experience, and Meaning:
Wittgenstein and Loos as Architects

Christopher Long
School of Architecture, University of Texas at Austin

 In recent years, several prominent architectural historians and cultural critics have observed that the similarities between the architectural works of Adolf Loos and Ludwig Wittgenstein’s villa for his sister Margaret Stonborough-Wittgenstein on Kundmanngasse in Vienna are mostly superficial—that both spatially and formally Loos’s houses and Wittgenstein’s design are, in fact, very different. This is unquestionably correct, but there are important shared features in their works that at first glance are not readily apparent. This is especially true when one begins to examine the ways in which their buildings functioned and the underlying strategies that informed each man’s choices. For if their houses were manifestly different, they were informed by closely related modes of thinking. In this lecture, Christopher Long probes how Wittgenstein and Loos shared essential assumptions that shaped their idiosyncratic approaches to building.

Dr. Christopher Long is University Distinguished Teaching Professor in the School of Architecture at the University of Texas at Austin. He has published widely on modern architecture and design in Central Europe and the United States. His books include Josef Frank: Life and Work (2002), The Looshaus (2011), Kem Weber: Designer and Architect (2014), and The New Space: Movement and Experience in Viennese Modern Architecture (2016).

Prof. Allan Janik (Universität Innsbruck)
Autor von Wittgensteins Wien und Wittgensteins Wien Revisited, Projektleiter der Wittgenstein und Paul Engelmann-Projekte des Brenner Archivs Innsbruck.

Egon Schiele in the Light of the Philosophy of Ludwig Wittgenstein and the Theory of Musical Composition of Arnold Schönberg

ETHICS AND AESTHETICS ARE ONE. EGON SCHIELE IN THE LIGHT OF THE PHILOSOPHY OF LUDWIG WITTGENSTEIN AND THE THEORY OF MUSICAL COMPOSITION OF ARNOLD SCHÖNBERG

by Carla Carmona

The question of the limits of language is deeply connected to one of the pillars of modern art, that is, the desire to extend the formal possibilities of an artistic medium. One could read under that light the relationship between the ready-made and modern sculpture. As Hermann Broch pointed out, the development ought to take place from within the medium itself:

ALL ART STRIVES FOR THE EXTENSION OF ITS MEDIUM. THAT END MUST ALSO BE ITS FULFILLMENT; IT MUST GIVE ART ALL ITS METHODS. THE WORK OF ART CAN ONLY FOLLOW THE LAW OF INNER NECESSITY . . . IN THAT LAW LIES [ITS] UNITY . . . BALANCE . . . [AND] UNIVERSALITY. . . . STYLE, THE CONCISE EXPRESSION OF BALANCE, WILL [THUS] BE VANQUISHED AND WITH IT ORNAMENT.

This is precisely how the philosopher Ludwig Wittgenstein approached both ethics and language in the Tractatus Logico-Philosophicus. What appeared to be a treatise on logic was much more than that. Wittgenstein wrote that the purpose of the book was ethical and explained that it consisted of two parts, the written and the unwritten. Wittgenstein considered that the unwritten part was the most important. The key was the very thing that was missing in the text, and the gesture to keep quiet about it. One of the aims of the Tractatus was to delimit the field of ethics, and that could only be done from within. Wittgenstein thought he had settled those limits by precisely remaining silent about ethical issues. His demarcation between the world of facts and the world of value intended to make clear that logic, and consequently philosophy, could only deal with facts. The language of logic could not go further than that, and thus the world of value – that is, of ethics – was out of its reach. Facts belonged to the realm of saying, and value to that of showing. There were certain things that could only be shown, and art was an appropriate path toward that domain.

Read the full essay: Egon Schiele Symposiumsband 120-133

Carla Carmona is a professor of philosophy at the University of Extremadura in Spain. She specializes in aesthetics, philosophy of language and fin de siècle Vienna. She has published numerous articles on the paintings and the worldview of Egon Schiele, as well as the thought of Ludwig Wittgenstein and its aesthetic dimension. In recent years she has also dedicated herself to the study of aesthetic and political thought by Peter Sloterdijk. In 2014 she edited the Siruela Voluntary Taxation and Citizen Responsibility. Her books include Egon Schiele’s pictorial idea: An essay on representational logic (Genueve Editions, 2012), On the tightrope of the eternal: On the hallucinated grammar of Egon Schiele (Cliff, 2013), Egon Schiele: Writings 1909- 1918 (La Micro, 2014), and Ludwig Wittgenstein: The Consciousness of the Limit (Library Discover Philosophy, The Country, 2015). Carmona is also editor of the Egon Schiele Jahrbuch.

Wir danken dem Leopold Museum für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.
Aus:
TAGUNGSBAND ZUM EGON SCHIELE-SYMPOSIUM IM LEOPOLD MUSEUM
29. und 30. September 2016, Leopold Museum, Wien
Herausgeber: Hans-Peter Wipplinger
ISBN 978-3-9504025-5-1

Egon Schiele’s Place in Wittgenstein’s Vienna

A dialogue between Allan Janik and Carla Carmona
30 September 2016, Leopold Museum

Carla Carmona:
I will begin with the remark that the Schiele-Wittgenstein connection is very important, not only for research on Schiele but also for research on Wittgenstein. I think that the connection makes Schiele appear as less of an expressionist and Wittgenstein’s philosophy seems to be closer to everyday human concerns, thus less intellectual, existential. I also think that the Schiele-Wittgenstein connection shows that much has to be done in both directions and would forge a closer link between philosophy and art.

Read more: Egon Schiele Symposiumsband 100-119

 

Wir danken dem Leopold Museum für die freundliche Genehmigung zur Veröffentlichung.
Aus:
TAGUNGSBAND ZUM EGON SCHIELE-SYMPOSIUM IM LEOPOLD MUSEUM
29. und 30. September 2016, Leopold Museum, Wien
Herausgeber: Hans-Peter Wipplinger
ISBN 978-3-9504025-5-1

Wittgenstein and Hegel – Reevaluation of Difference

June 28–30, 2017
TU Dresden, Germany

“Hegel seems to me to be always wanting to say that things which look different are really the same. Whereas my interest is in showing that things which look the same are really different.” (Recollections of Wittgenstein)

CALL FOR PAPERS
Some slots are reserved for contributed papers. There are no parallel sections. We invite submissions for a 30 minute presentation followed by a 20 minute discussion. Papers may be submitted on any issue falling within the conference theme. Please send an abstract in English or in German as attachment (about 500 words), prepared for multiple blind review, to alexander.berg75@googlemail.com by March 31, 2017.

CONFIRMED SPEAKERS
James Conant (Chicago)
Rico Gutschmidt (Chicago)
Bruno Haas (Dresden)
Herbert Hrachovec (Vienna)
Karl-Friedrich Kiesow (Hannover)
David Kolb (Bates College)
Ingolf Max (Leipzig)
Aloisia Moser (Linz)
Ludwig Nagl (Vienna)
Thomas Rentsch (Dresden)
Pirmin Stekeler-Weithofer (Leipzig)

ORGANIZED BY
Alexander Berg (TU Dresden)
Jakub Mácha (Masaryk University Brno)
Louisa Frintert (TU Dresden)
Marco Kleber (TU Dresden)
Alexander Romahn (University of Leipzig)

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Ludwig Wittgenstein: Certainty, Limits and Animality. Symposium June 2017

On the Writings of the Later Wittgenstein

An international symposium on the philosophy of the later Wittgenstein will be held on June 8, 9 and 10th 2017 at the Faculty of Philosophy and the Humanities of Caceres at the University of Extremadura. The conference will examine the fundamental aspects of the problems discussed in On Certainty, such as the issues regarding the concept of certainty or the role that the animal plays in man and its relationship to language. The concept of limit in Wittgenstein’s work will also be addressed, and in particular how it relates to the animality of the human being.

CALL FOR PAPERS
Those interested in participating with a paper can send the definitive article (max. 2500 words) accompanied by a brief abstract (150 words) until February 28, 2017 to the following email address: carlacarmonaescalera@gmail.com.

Those who have not completed the article by then can send a long abstract of about 1200 words accompanied by an abstract of about 150 words by the same date.

Papers are accepted in Spanish, English, Italian and Portuguese. The brief abstract should be sent in English and in the language in which the paper will be given.

Invited speakers:
Isidoro Reguera, Universidad de Extremadura
António Marques, Universidade Nova de Lisboa
Juan José Acero, Universidad de Granada
Chon Tejedor, University of Hertfordshire
Nuno Venturinha, Universidade Nova de Lisboa
Luigi Perissinotto, Università Ca’Foscari

Organizers:
Carla Carmona (Universidad de Extremadura), David Pérez (Universidad de Zaragoza), Vicente Sanfélix (Universidad de Valencia).

Scientific committee:
Luis Arenas (Universidad de Zaragoza), Manuel de Pinedo (Universidad de Granada), Antoni Defez i Martí (Universitat de Girona), Óscar González-Castán (Universidad Complutense), Nicolás Sánchez (Universidad de Valencia) y Stella Villarmea (Universidad de Alcalá de Henares).

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WITTGENSTEIN KOMPLETT: sein Nachlass

Do, 15. Dezember 2016, BKI “Haus Wittgenstein”

Podiumsdiskussion

Max Hadersbeck (München), Allan Janik (Innsbruck), Michael Nedo (Cambridge), Alois Pichler (Bergen),  Nuno Venturinha (Lissabon)
Moderation: Herbert Hrachovec (Wien)

Welche Bedeutung haben Wittgensteins philosophischer Nachlass und seine Korrespondenz für die heutige Kulturwelt und in welchen Formen werden sie herausgegeben: Buchform, elektronische Medien oder durch interaktive dynamische Präsentationen?

Nach seinem Tod 1951 hinterließ Ludwig Wittgenstein einen philosophischen Nachlass von rund 20.000 Seiten. Abgesehen vom Tractatus waren diese Papiere unveröffentlicht und weitgehend unbekannt. Das Ausmaß des Materials war auch für Wittgensteins Freunde überraschend. Ihr Erstaunen war noch größer, als sie erfuhren, dass Wittgenstein weitere Papiere zerstört hatte. Die Originalmanuskripte und Typoskripten werden heute an verschiedenen Orten aufbewahrt: in der Österreichischen Nationalbibliothek in Wien, in der Bodleian Library in Oxford und im Bertrand Russell Archive in Hamilton, Ontario. Der größte Teil befindet sich in der Trinity College Library in Cambridge.

“Doch kann nur der Künstler das Einzelne so darstellen daß es uns als Kunstwerk erscheint; jene Manuskripte verlieren mit Recht ihren Wert wenn man sie einzeln und überhaupt wenn man sie unvoreingenommen, das heißt ohne schon vorher begeistert zu sein, betrachtet.”
Ludwig Wittgenstein, MS 109, Seite 29

Experten-Gespräch: Wittgenstein Editionen digital und analog – Status quo

Do, 15. Dezember 2016, 15:00-18:00 Uhr
BKI “Haus Wittgenstein”, Parkgasse 18, 1030 Wien
Konferenz-Saal 1. Stock

Walter Fanta (Klagenfurt), Max Hadersbeck (München), Herbert Hrachovec (Wien), Allan Janik (Innsbruck), Peter Keicher (Wien), Volker Munz (Klagenfurt), Michael Nedo (Cambridge), Alois Pichler (Bergen), Martin Pilch (Wien), Nuno Venturinha (Lissabon), Joseph Wang (Innsbruck)
Moderation: Alfred Schmidt (Wien)

Im Expertengespräch wurden eine Reihe aktueller Editionsprojekte kurz vorgestellt und anschließend diskutiert . Dabei stand das Spannungsfeld analog-digital im Zentrum und die Idee zu einer Wittgenstein-Editionsplattform durch die Wittgenstein Initiative wurde vorgestellt.

Eintritt Experten-Gespräch: Kostenlos
Da es nur eine begrenzte Zahl an Sitzplätzen gibt, ist für das Expertengespräch eine  Anmeldung unbedingt erforderlich.